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Stellenausschreibung - Sachbearbeiter (m/w/d) in der Buchhaltung gesucht

Ausschreibung zur Besetzung der Position Sachbearbeitung in der Buchhaltung (m/w/d)

Ihr Aufgabengebiet in der Sachbearbeitung umfasst folgende Tätigkeiten:

Sicherung der Erreichbarkeit des Vereins während den Bürozeiten und Unterstützung der Arbeit von Vereinsleitung und Vorstand. Darunter zählen allg. Büroarbeiten wie Telefondienste, Schriftverkehr, Post, dienstliche Kontaktpflege, Materialbestellungen und das Ausstellen von Spendenquittungen.
Sicherstellung der ordnungsgemäßen und wirtschaftlichen Betriebsführung. Zur Finanzverwaltung zählen u.a. folgende Arbeiten:

  • Stammdatenpflege des PC-Kita-Programms
  • Abrechnung von Elternbeiträgen und Verpflegungskosten sowie    Rechnungslegung
  • Mahnwesen
  • Beantragungen von Kostenübernahmen in der Kindertagesbetreuung
  • Pflege des Buchhaltungsprogramms
  • Rechnungen/ Buchungen auf Richtigkeit prüfen, Kontieren, Buchen
  • Pflege von Vereinskonten und Erfüllen von Zahlungsdiensten
  • Budgetüberwachung in den einzelnen Einrichtungen, Bargeld- und Handkassenverwaltung
  • Kontrolle von Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln für sozialpädagogische Kleinprojekte
  • Kontrolle und Pflege von Vertrags- und Versicherungsangelegenheiten

 

Das bringen Sie mit:

  • Abgeschlossene Ausbildung als Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, Buchhalter*in oder vergleichbarer Abschluss, auch Steuerfachangestellte/r möglich
  • sehr gute PC Kenntnisse
  • hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Sorgfalt bei Erledigung von Aufgaben
  • eigenverantwortliches Arbeiten, ganzheitliches Denken und Organisationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit und Loyalität sowie Kommunikationsfähigkeit
  • Identifikation mit dem Leitbild des Trägers
  • Verschwiegenheit und Vertrauenswürdigkeit
  • Engagement für die erfolgreiche Arbeit des Vereins

 

Die unbefristete Stelle ist ab 01.07.2026 in Teilzeit zu besetzen (25 bis 30 Stunden pro Woche). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TVöD.

Sie suchen eine neue berufliche Herausforderung und finden sich in den Anforderungen wieder? Dann senden Sie uns Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen per Mail oder auf dem Postweg zu.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Eine Erinnerungsreise bis in die Normandie - Rochlitzer Gedenkstättenprojekt 2025

Gedenken im Mittelpunkt

Bereits seit einigen Jahren besuchen Jugendlichen im Rahmen des Rochlitzer Gedenkstättenprojektes „Niemals Vergessen – Jugend schafft Erinnerung“ Erinnerungsorte in Deutschland und Europa. Zwischen 2022 und 2024 waren z.B. Buchenwald, Flossenbürg, Ravensbrück, Bergen-Belsen, Sachsenhausen, Pirna, Dresden, Rochlitz, Colditz oder Dachau Projektstationen. Die Gruppe war auch im Ausland, in Theresienstadt, Auschwitz oder Krakau.

Am 07.10. startete das Gedenkstättenprojekt 2025. Dieses besteht aus zwei Teilen. Vom 07.-09.10. war die Gruppe in Sachsen unterwegs. Übernachtet wurde im Gästehaus zu Pfarrlehn, hier fanden zudem Gruppenarbeiten, Austausch und Projektvorbereitungen statt. Neben dem Kennenlernen und der geschichtlichen Hintergrundarbeit, wurde auch gemeinsam gekocht. Die inhaltliche Vorbereitung durch Filme und Informationen führte bereits zu intensiven Gesprächen und Projektideen.

Am 08.10. startete die Gruppe in Richtung Schloss Colditz. Hier wurden die Teilnehmenden durch einen Museumsmitarbeiter in die interaktive Führung per Tablett eingewiesen. Anschließend konnten alle individuell einen rund zweistündigen Rundgang durch das Schloss durchführen. Über das Tablett gab es zahlreiche Informationen zur Schlossgeschichte allgemein und der Zeit als Konzentrationslager im Besonderen. Weiterhin wird man während des Rundgangs durch die analoge Ausstellung geführt. Der nächste Programmpunkt war Penig. Ein Mitglied der Initiative „Erinnerungsort Penig – Ein Frauen-Außenlager des KZ Buchenwald“ führte mit den Jugendlichen einen Workshop samt Führung über das ehemalige Lagergelände sowie den Fabrikstandort durch.

Am 09.10. wurden diese ersten Tage reflektiert und dokumentiert. Dazu bekamen die jungen Menschen einige Sofortbildkameras, mit denen sie die gesamte Reise festhalten konnten. Durch die begrenzte Anzahl an Bildern, war es die Aufgabe, sich täglich gut zu überlegen, welche Motive festgehalten wurden. Dieser erste Teil des Gedenkstättenprojektes 2025 wurde durch die sächsische Gedenkstättenstiftung gefördert und ermöglicht. Dazu kamen Spenden und Eigenmittel des Muldentaler Jugendhäuser e.V. Für die Jugendlichen entstand so nur ein geringer Teilnahmebeitrag.

Am gleichen Tag startete dann die Reise durch Europa. Über 4000 KM bis in die Normandie und zurück. Diesen Projektteil förderten der lokale Aktionsplan „Toleranz ist ein Kinderspiel“ Mittelsachsen (Bundesprogramm „Demokratie leben!", den Landespräventionsrat Sachsen und den Landkreis Mittelsachsen) sowie die IBB gGmbH Dortmund, die als Zentralstelle Mittel des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Mittel des Bundesprogramms “Jugend erinnert” und Mittel der Bethe-Stiftung zur Förderung von Gedenkstättenfahrten gemeinnütziger, außerschulischer Organisationen vergibt.

Das erste Ziel war die Stadt Arnheim. Hier führten wir einen Stadtrundgang zur Geschichte der Brücke von Arnheim und den Kämpfen in der Stadt durch. Anschließend wurde das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besucht. Dieser Programmpunkt war für die meisten Jugendlichen besonders beeindruckend. Durch den Rundgang, der auch durch das Hinterhaus führte, waren die Erlebnisse rund um Anne Frank sehr spürbar. Mit den Stränden und Bunkern in Dünkirchen, konnten die Jugendlichen das erste Mal die Dimensionen der Ereignisse vor Ort spüren. Unendlicher Strand und unzählige Bunkeranlagen sind stille Zeugen einer Vergangenheit, die nicht vergessen werden darf.

Weiter ging es nun in Richtung Caen in der Normandie. Ein Zwischenstopp im wunderschönen und malerischen Städtchen Honfleur verkürzte die lange Autofahrt. Nun folgten 5 Projekttage rund um Caen. Caen war die erste größere Stadt, die nach dem D-Day eingenommen werden sollte. Die gesamte Region kann als Erinnerungsort an diese Zeit gesehen werden. Die Projektgruppe besuchte zahlreiche Orte (Batterie von Merville, Pegasus Bridge, Sword Beach, britischer Soldatenfriedhof, Memorial Caen, Gedenkort Widerstand Caen, kanadischer Gedenkort, der durch die SS ermordeten Soldaten, Omaha Beach, amerikanischer Soldatenfriedhof, Point de Hoc). Es waren sehr intensive und arbeitsreiche Tage, die bei allen viele Emotionen hervorriefen. Es gab aus diesem Grund regelmäßige Gruppenrunden, bei denen das Erlebte eingeordnet werden konnte und es die Möglichkeit zum Austausch gab. Geschichtlich standen für das Projekt der zivile Widerstand in der Region, die begangenen Kriegsverbrechen, die Geschehnisse des D-Day und der Blick auf das heutige Gedenken in der Region im Mittelpunkt.

Als nächstes Ziel der Reise, stand die französische Hauptstadt Paris auf dem Programm. Hier wurde das Shoa-Museum besucht. Die Jugendlichen konnten auch den Louvre, Notre Dame und den Eifelturm sehen. Das letzte Ziel war die Gedenkstätte Hinzert bei Trier. Hier wurde 1939 ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge. Auch wenn die vergangenen Tage für alle sehr anstrengend waren, konnte der wirklich gute Workshop in der Gedenkstätte noch einmal alle Teilnehmenden überzeugen.

Diese Reise durch Europa wird den Teilnehmenden lange in Erinnerung bleiben. Es brauchte einige Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Wir sind sehr glücklich, dass wir jungen Menschen solche Erlebnisse ermöglichen können und möchten allen sehr danken, die an der Umsetzung beteiligt waren. Niemals Vergessen – Jugend schafft Erinnerung

Jugend gestaltet Zukunft: Graffiti-Kunst verschönert den Jugendclub

In der 2. Augustwoche verwandelte sich die teilweise schlichte Fassade des Jugendclubs Burgstädt in ein beeindruckendes Kunstwerk. In einem kreativen Gemeinschaftsprojekt haben Jugendliche gemeinsam mit dem Graffitikünstler Robert Lemcke aus Chemnitz ein großflächiges Wandbild gestaltet – von der ersten Idee bis zur letzten Farbschicht.

Den Auftakt bildete ein gemeinsames Treffen, bei dem sich die Jugendlichen mit möglichen Motiven für das Kunstwerk auseinandersetzten. Nach der Ideensammlung kristallisierte sich ein Motiv für den Hintergrund heraus: eine Großstadt, welche in eine ruhigere Waldlandschaft übergeht – ein Kontrast, der den Lebenswelten vieler junger Menschen Ausdruck verleiht.

Im nächsten Schritt wurden persönliche Motive entwickelt. Jeder und jede konnte eigene Vorstellungen einbringen und individuelle Skizzen anfertigen – von Schriftzügen über Symbole bis hin zu komplexen Illustrationen. Begleitet wurden die Jugendlichen dabei von dem Graffitikünstler Robert Lemcke, der seine professionelle Erfahrung einbrachte. Er übernahm die Vorzeichnung des Entwurfes auf die Wand und kennzeichnete die Bereiche, die von den Jugendlichen anschließend gestaltet werden konnten.

Dann wurde es bunt – endlich durften die Spraydosen gezückt werden. Mit viel Begeisterung brachten die jungen Künstlerinnen und Künstler ihre Entwürfe auf die Wand. Anfangs noch in gedecktem Grau zum Vorzeichnen, doch bald folgten kräftige Farben, aus denen sich erste Formen und Strukturen herausschälten: Hochhäuser, Zäune, Gebäude, Bäume – langsam entstand aus der weißen Wand ein lebendiges Bild.

Schon nach dem ersten Tag war klar: Die Motivation ist groß, die Ideen sprudeln. Am zweiten Tag wurden die persönlichen Elemente ausgearbeitet, Farben ausprobiert, Kontraste gesetzt und Details verbessert. Auch der Hintergrund erhielt weitere Akzente und wurde harmonisch in das Gesamtbild eingebettet.

Der dritte und letzte Tag war zur Finalisierung des Motives angedacht. Der Graffitikünstler brachte die letzten Feinheiten ein, verlieh der Wand Tiefe und Kontur. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk, das nicht nur die Fassade des Jugendclubs aufwertet, sondern auch den Jugendlichen eine Stimme gegeben hat.

Für die jungen Teilnehmenden war das Projekt weit mehr als eine kreative Freizeitbeschäftigung. Es war eine Möglichkeit, sich auszudrücken, Verantwortung zu übernehmen und Teil eines sichtbaren, bleibenden Ergebnisses zu sein. Graffiti als Kunstform hat hier seinen festen Platz gefunden – aktuell, authentisch und ausdrucksstark. Und so bleibt auch der Jugendclub ein Ort, an dem junge Menschen sich entfalten, mitwirken und Spuren hinterlassen können.

Gedenkstättenfahrt in die Normandie vom 08.10. bis 18.10.2025

Gedenkstättenfahrt

Der JUGENDladen Rochlitz vom Muldentaler Jugendhäuser e.V. führt gemeinsam mit dem Jugendclub Burgstädt bereits seit einigen Jahren ein Gedenkstättenprojekt durch. In diesem Jahr möchten wir eine Reise in die Normandie unternehmen.

Projektbeschreibung

Wir besuchen nicht einfach Gedenkorte, sondern arbeiten mit der Jugendgruppe zu den verschiedensten Themen, wie Rassismus, Diskriminierung und Demokratiebildung. Das Projekt "Niemals Vergessen - Jugend schafft Erinnerung" hat zum Ziel, Jugendlichen in einem demokratiefördernden Projekt zu vereinen und sie dadurch zu stärken und weiterzuentwickeln. Bereits in den Jahren 2012-2015 haben sich Jugendliche mit dem Thema Zwangsarbeit in Rochlitz befasst. Anschließend rückte jedes Jahr ein anderes Thema in den Mittelpunkt. Wir besuchten KZ-Gedenkstätten in Sachsen, Deutschland, Polen und Tschechien. Das Gedenkstättenprojekt zwischen 2020 und 2024 hat eine sehr gute Grundlage gebildet, die 2025 ihre Fortsetzung finden soll.

In diesem Jahr besuchen wir die Brücke von Arnheim, das Anne Frank Haus in Amsterdam und Dünkirchen, bevor wir mehrere Tage in Caen in der Normandie zahlreiche Erinnerungsorte zur NS-Zeit besichtigen. Auf dem Rückweg werden wir noch das Shoa-Museum in Paris und die Gedenkstätte Hinzert im Programm haben. Betreut werden die Jugendlichen von Marcel Berger (JUGENDladen Rochlitz) und Justin Knop (Jugendclub Burgstädt). Desweiteren begleiten uns Martin Schmidt von der sächsischen Jugendstiftung als Teamer und Stefanie Bothen als Betreuerin. In den Gedenkstätten selbst, arbeiten wir mit den pädagogischen Fachkräften vor Ort zusammen. Uns ist es gelungen, das Projekt über Fördergelder teilzufinanzieren.

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