Jede Menge los an der Oberschule „An der Mulde“

Das Schuljahr ist zu Ende, die Zeugnisse verteilt. In den letzten Wochen und Tage war noch jede Menge los an der Oberschule „An der Mulde“. Genial Sozial, Gesundheitstag, MoRo,…hier ein kleiner Überblick über die einzelnen Projekte.

 

 

 

 

MoRo – kunterbuntes Rochlitz

 

Die Stadt Rochlitz hat den Schüler*innen der Rochlitzer Schulen ein Budget von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dieser Schülerfonds (Motley Rochlitz – MoRo) darf frei über das Geld entscheiden und dabei lernen demokratisch zu Handeln und gemeinsam zu einem Ergebnis zu kommen. Die Mitarbeiter*innen des JUGENDladens stellten die Idee an allen Schulen vor und jede Schule schickte zwei „Abgeordnete“ zum ersten Treffen des MoRo. Bei diesem Treffen wurden der Name und Grundsätze des „Rates“ beschlossen. So müssen stets ¾ der Stimmberechtigten für einen Vorschlag bringen. Gibt es „Nein“-Stimmen, so müssen diese noch einmal gehört werden und dann eine neue Diskussion geführt werden. All die Vereinbarungen trafen die jugendlichen Ratsmitglieder selbst. Neben der Oberschule, sind die zwei Förderschulen, das Gymnasium, die zwei Berufsschulen und die Grundschule im MoRo vertreten. Mit der einen Stimme, die die Stadt Rochlitz hat, ergibt das 15 stimmberechtigte Teilnehmer*innen. Inzwischen laufen die Planungen für die Aktionen 2018. Geplant ist ein Sommerfest für alle Schüler*innen im September. Über die Details wird der MoRo Anfang des neuen Schuljahres informieren.

Genial Sozial

 

139 Schüler*innen der Oberschule beteiligten sich an dem freiwilligen Projekt, bei dem die Jugendlichen die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz eintauschen und ihren Lohn spenden. Über 3000 Euro bringen die Oberschüler*innen in den Spendenfonds ein. Sie arbeiteten in lokalen Firmen, Geschäften oder bei Omi und Opi, eins war aber bei allen gleich, sie gaben ihre Arbeitskraft um gegen Armut zu helfen. Die Idee ist genial und sozial. Mit vielen kleinen Kräften können große Dinge bewirkt werden. Schüler*innen setzen ihre Kraft für junge Menschen in ärmeren Regionen dieser Welt ein, um deren Lebens- und Bildungschancen zu verbessern und um Perspektiven zu ermöglichen. Erledigt werden einfache Hilfstätigkeiten, für die im Alltag oft die Zeit fehlt, zum Beispiel das Büro entstauben, Akten sortieren, Regale beräumen, den Rasen mähen,… Die Schüler*innen erhalten zudem Einblicke in verschiedene Berufsfelder und können Erfahrungen sammeln.

 

Der Gesundheitstag

 

Am Mittwoch vor den Ferien fand der Gesundheitstag für die 5. Und 6. Klassen statt. Die Schüler*innen stiegen mit verschiedenen Bewegungsspielen und einem Vortrag über Zahngesundheit in den Tag ein. Anschließend fand ein gemeinsames gesundes Frühstück statt und die Veranstaltung wurde durch Frau Schumann von der Stadt Rochlitz eröffnet. Dann startete der Stationsbetrieb. In zehn Gruppen aufgeteilt und begleitet durch Lehrer*innen oder Berufsschüler*innen der Euroakademie wurden zehn Stationen besucht, bevor alle ihren Gesundheitspass erhalten haben. In den einzelnen Stationen  wurden alle Sinne angesprochen. Die Schulsozialarbeiterin Lisa Gemeinhardt betreute die Station „Riechen“, wo verschiedene gut oder weniger gut riechende Dinge erkannt werden mussten. Frau Kabitzsch übernahm für die Firma Hänchen die Station „Schmecken“. Es wurden verschiedene Lebensmittel probiert und gefühlt. Clauß Augenoptik aus Geithain führte einen Sehtest durch und wurde mit einem Sehquiz durch die Berufschüler*innen unterstützt. Der JUGENDladen Rochlitz hatte einen Fühlparcours vorbereitet. Die Einhornapotheke forderte mit einem Zuckerquiz und bei Physiotherapie Richter war einige Fitnessübungen gefragt. Eine weitere Station widmete sich der Verdauung. Neben einem Quiz der Berufsschüler*innen gab es beim „Hören“ eine Lärmampel des Gesundheitsamtes. Jugendliches des JUGENDladens mixten alkoholfreie Cocktails. Und auch der DRK beteiligte sich mit einem Rettungswagen und einer Station zu erste Hilfe. Der JUGENDladen vom Muldentaler Jugendhäuser e.V. unterstützte die Stadt Rochlitz bei der Planung und Ausgestaltung der Idee, einen Gesundheitstag in der Oberschule „An der Mulde“ durchzuführen.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Das Fotoprojekt „Rochlitz durch meine Augen“ lädt alle Interessierten dazu ein, die ganz persönliche Sicht auf die eigene Stadt bildlich darzustellen. Ob nun das Rochlitzer Schloss, die eigene Schule, der Marktplatz oder aber die private Haustüre, der Lieblingsbäcker, die Bushaltestelle oder der Treffpunkt mit Freunden. Ganz egal! Es geht um das eine ganz persönliche Bild, das man beim Gedanken an seine Stadt im Kopf hat. Rochlitz soll somit aus den Augen ihrer Bewohner gesehen und dieser Blick zu Papier gebracht werden. Ziel ist es, am Ende ein buntes und vielfältiges Repertoire an verschiedensten Eindrücken zu sammeln, die aus den individuellen Blickwinkeln der Projektteilnehmer zustande kommen. Im vergangenen Jahr war dazu bereits die Klasse 3b der Regenbogen-Grundschule in Rochlitz unterwegs. Ausgerüstet mit Kamera und vielen kleine Fotografen haben sich die Schüler*innen nicht nur ein Bild ihrer Stadt gemacht. Die so entstanden Fotografien möchten die Drittklässler gerne zum Regionalmarkt am 02. Juni auf dem Marktplatz in der Burgstraße vorstellen und präsentieren. Doch Ergebnis war nicht nur das! Neben den liebevollen Collagen, welche die Kinder selbst gestaltet haben, waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b außerdem bei der Erstellung mehrerer mobiler Litfasssäulen beteiligt, in welchen sie zum Regionalmarkt auf dieses Projekt aufmerksam machen wollen. Schauen Sie also vorbei und achten sie mal drauf, ob Ihnen nicht eine dieser herumlaufenden Säulen begegnet, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Genial Sozial in Rochlitz

Seit einigen Jahren schon beteiligen sich die SchülerInnen der Oberschule „An der Mulde“ an genialsozial und unterstützen damit soziale Projekt hier in Sachsen und sogar weltweit. Primäres Projektziel ist es vor allem jungen Menschen neue Bildungs- und Lebensperspektiven zu ermöglichen und somit gegen Armut präventiv anzugehen.

 

Wie das geht?!

 

Die Schülerinnen und Schüler tauschen einen Tag lang die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz. Der eingenommene Tageslohn kommt dem jeweiligen Projekt zu Gute. Und nicht nur das. Die Jugendlichen bekommen die Gelegenheit, einen Einblick in spannende Berufsfelder und in Unternehmen zu werfen, die sie schon immer interessiert haben. Nicht selten entstehen dadurch auch neue Kontakte, die für weitere Praktika, Ferienarbeiten oder gar Ausbildungsplätze nützlich werden könnten.

 

Und nun ist es bald wieder soweit. Am 25. Juni findet der Aktionstag “genialsozial“ an der Oberschule statt. Im Vorfeld heißt es dann für alle teilnehmenden SchülerInnen auf Jobsuche zu gehen. Arbeitgeber kann  hierbei jeder sein: der Bäcker von nebenan, die regionale Gemeinde, der eigene Sportverein, ein bekanntes Unternehmen oder auch die Eltern, Großeltern und Familienmitglieder. Jeder, der Unterstützung benötigt: Sei es beim Unkrautzupfen im Garten, beim Sortieren liegengebliebener Akten, Hilfe beim Auf- und Verräumen des Inventars, beim Streichen eines Zauns, oder, oder, oder.

 

Am letzten Montag vor den Sommerferien haben Sie die Chance etwas Gutes zu tun und gleichzeitig davon zu profitieren. Stellen Sie Ihren Ein-Tages-Job den SchülerInnen Ihrer Region zur Verfügung und unterstützen Sie damit dieses Projekt!

 

Die Verträge für den Ein-Tages-Job könnt ihr euch ab kommender Woche (23.04.) im Schulclub der Oberschule „An der Mulde“ abholen. Bei Fragen stehen euch eure Sozialarbeiter gerne zur Verfügung. Ihr und eure Arbeitgeber könnt euch aber auch gerne auf der Homepage von genialsozial informieren. Dort findet ihr alles rund um das Projekt und den Aktionstag!

 

Hier geht’s zum Link à http://www.saechsische-jugendstiftung.de/programme-projekte/genialsozial